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Content-Strategie

Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau und Beispiele

Landingpage ist eine eigenständige Seite, auf der Besucher aus einer bestimmten Quelle ankommen — aus einer Anzeige, einem Newsletter oder einem Suchergebnis. Sie ist auf genau eine Handlung ausgerichtet und lässt alles weg, was von dieser Handlung ablenkt.

Zuletzt geprüft am 29. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Unterseite ist nicht die Technik, sondern die Absicht. Eine Unterseite informiert und lässt den Besucher weiterziehen. Eine Landingpage hat einen einzigen Job und wird daran gemessen: Anfrage abschicken, Termin buchen, Newsletter abonnieren, Produkt kaufen. Diese Handlung heißt Conversion — eine Aktion, die den Besucher von einem Zustand in einen anderen überführt und die vorher als Ziel definiert wurde.

Wofür Landingpages gebaut werden

Drei Fälle decken fast alles ab.

Bezahlter Traffic

Der klassische Fall. Wer für Klicks bezahlt, will nicht, dass Besucher auf der Startseite landen und sich den Weg selbst suchen. Google Ads bewertet das sogar direkt: Der Qualitätsfaktor speist sich aus voraussichtlicher Klickrate, Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung mit der Landingpage — also daraus, wie relevant und hilfreich die Seite für den Menschen ist, der auf die Anzeige geklickt hat. Mehr zum Verhältnis der beiden Kanäle steht unter SEO vs. SEA.

Organische Suche

Eine Landingpage kann auch auf ein Suchbedürfnis mit klarer Kaufabsicht antworten. Dann trägt sie nicht nur die Handlung, sondern muss auch inhaltlich vollständig sein — sonst rankt sie nicht. Diese Variante ist länger, beantwortet Einwände im Text und verzichtet auf die harten Verknappungstricks, die aus dem Kampagnengeschäft stammen.

Kampagnen ohne Suchmaschine

Newsletter, Messe-QR-Code, Print-Anzeige, Podcast-Erwähnung. Hier ist die Landingpage vor allem eine saubere Einstiegstür mit passendem Text, damit die Erwartung aus der Quelle und der Inhalt der Seite zusammenpassen.

Der Aufbau

Es gibt keine Pflichtreihenfolge, aber es gibt Bausteine, die fehlen dürfen und solche, die es nicht dürfen.

Baustein Aufgabe Pflicht
Überschrift greift die Erwartung aus der Quelle auf ja
Subline benennt den konkreten Nutzen ja
Call to Action die eine Handlung, sichtbar ohne Scrollen ja
Beleg Referenz, Zahl, Kundenstimme, Zertifikat ja
Einwandbehandlung beantwortet das erste „aber" meist
Preis oder Rahmen verhindert Anfragen ins Leere oft
FAQ fängt die Restfragen ab oft
Navigation Wege von der Seite weg nein

Der letzte Punkt ist der, über den am meisten gestritten wird. Eine Landingpage für bezahlten Traffic verzichtet meist auf die volle Navigation, weil jeder zusätzliche Ausgang die Handlung verdünnt. Eine Landingpage, die organisch ranken soll, braucht dagegen Kontext und Verlinkung — hier ist die vollständige Reduktion ein Eigentor.

Warum Landingpages scheitern

Vier Ursachen, in dieser Häufigkeit.

Bruch zwischen Quelle und Seite. Die Anzeige verspricht eine Zahl, die Seite liefert eine Imagebroschüre. Der Besucher merkt in zwei Sekunden, dass er falsch ist, und geht.

Zu viele Handlungen. Anfrage, Download, Newsletter, Telefon, Chat — alles auf einer Seite. Jede zusätzliche Option senkt die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine davon genommen wird.

Kein Preis, kein Rahmen. Wer die Kosten verschweigt, bekommt entweder keine Anfragen oder die falschen. Ein Ab-Preis ist unangenehmer zu veröffentlichen und produziert bessere Gespräche.

Zu langsam. Bezahlter Traffic kommt überwiegend vom Handy, und die Geduld dort ist kurz. Als guter Wert für den Largest Contentful Paint — also den Moment, in dem der Hauptinhalt sichtbar ist — gelten laut web.dev unter 2,5 Sekunden, gemessen am 75. Perzentil der Seitenaufrufe. Ein Hero-Video über der Falz kostet genau diese Sekunden. Wie das Layout sich dabei an das Gerät anpasst, steht unter Responsive Design.

Landingpage, Startseite, Produktseite

Die drei werden regelmäßig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben. Die Startseite ist eine Verteilerstelle: Sie erklärt, wer Sie sind, und schickt Besucher weiter. Die Produkt- oder Leistungsseite beschreibt dauerhaft ein Angebot und lebt in der Navigation. Die Landingpage ist auf eine Quelle und eine Handlung zugeschnitten, oft zeitlich begrenzt, und darf ruhig außerhalb der Navigation liegen.

Praktisch heißt das: Eine Leistungsseite kann die Aufgabe einer Landingpage mit übernehmen, wenn der Traffic dauerhaft und die Absicht klar ist. Eine Startseite kann es nie.

So macht es Xerx

Wir bauen Landingpages nicht als isolierte Einzelseiten, sondern als Teil der Website — gleiches Design-System, gleiche Technik, gleiche Auslieferung. Der Grund ist unromantisch: Eine Seite, die aus einem separaten Baukasten kommt, veraltet zuerst, bricht bei der nächsten Designänderung und lässt sich technisch nicht sauber messen. Was wir bauen, steht unter Web und Web-Apps.

Vor dem Layout kommt bei uns die Nachfrage-Analyse. Wir prüfen zuerst, wonach Ihre Kunden tatsächlich suchen — Suchvolumen, Wettbewerb, Kaufabsicht — und leiten daraus ab, welche Seiten es geben soll und was auf ihnen steht. So hat jede Seite einen messbaren Job, bevor die erste Zeile Design entsteht. Das gilt für Landingpages genauso wie für den Rest der Website.

Und wir schreiben Preise auf die Seite. Diese Website tut es selbst: Das Website-Komplettpaket startet bei €4.500 als Festpreis, der vor Projektstart schriftlich feststeht. Wir empfehlen unseren Kunden dasselbe, weil verschwiegene Preise nicht mehr Anfragen erzeugen, sondern nur schlechter passende. Die Messung läuft anschließend über PostHog, damit sichtbar ist, welche Seite tatsächlich Anfragen bringt und welche nur Besuche sammelt.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer normalen Website-Seite?

Eine normale Unterseite informiert und ist Teil der Navigation; Besucher kommen von überall und ziehen weiter. Eine Landingpage ist für eine bestimmte Quelle gebaut, verfolgt genau ein Ziel und reduziert alles, was von diesem Ziel ablenkt — häufig auch die Navigation selbst. Technisch ist es dieselbe Website, redaktionell ist es eine andere Denkweise.

Wie lang sollte eine Landingpage sein?

So lang, wie es dauert, den Einwand des Besuchers zu entkräften — nicht länger. Für bezahlten Traffic mit einer klaren, günstigen Handlung reicht oft eine kurze Seite, weil die Entscheidung schnell fällt. Für erklärungsbedürftige Angebote mit hohem Preis ist die kurze Seite ein Fehler: Dort entscheidet der Besucher erst, wenn Beleg, Ablauf und Rahmenbedingungen beantwortet sind.

Braucht man für jede Kampagne eine eigene Landingpage?

Nicht für jede, aber für jedes eigenständige Versprechen. Zwei Anzeigen, die dasselbe Angebot bewerben, können auf dieselbe Seite führen. Sobald sich Zielgruppe, Angebot oder Preisrahmen unterscheiden, lohnt sich eine eigene Seite — sonst passt der Text nur für einen Teil der Besucher, und der Rest liest an sich vorbei.

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