SEO-Grundlagen
Was ist ein Backlink? Definition und was er für Rankings bewirkt
Backlink ist ein Link, der von einer fremden Website auf die eigene zeigt. Suchmaschinen werten solche Verweise als Empfehlung: Sie deuten darauf hin, dass ein Inhalt bekannt und verlässlich genug ist, um von anderen zitiert zu werden. Gleichbedeutend sind die Begriffe eingehender Link und Inbound-Link.
Zuletzt geprüft am 29. August 2026 · 6 Min. Lesezeit
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Der Gedanke dahinter ist so alt wie Google selbst. Ein Link ist eine Stimme, die jemand freiwillig abgibt, und Stimmen von Seiten, die selbst viele Stimmen bekommen, wiegen schwerer. Diese Idee ist bis heute Teil der Bewertung — mit dem Unterschied, dass zwischen einer echten Empfehlung und einer gekauften inzwischen sehr genau unterschieden wird. Backlinks sind damit die Offpage-Seite von SEO: Sie entstehen außerhalb der eigenen Domain und lassen sich beeinflussen, aber nicht bestimmen.
Wie ein Backlink aussieht
Technisch ist ein Backlink ein gewöhnliches Ankerelement im HTML der verweisenden Seite:
<a href="https://ihre-domain.de/leistungen">Ankertext des Links</a>
Drei Bestandteile sind relevant: das Ziel (href), der sichtbare Ankertext — er sagt Suchmaschinen und Lesern, worum es auf der Zielseite geht — und ein optionales rel-Attribut, das die Beziehung zwischen den beiden Seiten qualifiziert.
Was einen guten Backlink ausmacht
Backlinks sind nicht gleich viel wert. Ahrefs nennt sechs Merkmale, die den Unterschied ausmachen; SISTRIX fasst dieselbe Einsicht in einem Satz zusammen: Qualität geht über Quantität.
| Merkmal | Warum es zählt |
|---|---|
| Autorität | Eine starke, selbst gut verlinkte Domain gibt mehr weiter als eine unbekannte |
| Relevanz | Ein thematisch passender Link wiegt schwerer als ein fachfremder |
| Ankertext | Der sichtbare Text beschreibt das Ziel — beschreibend, nicht gestopft |
| Platzierung | Ein Link im Hauptinhalt zählt mehr als einer in der Fußzeile |
| Follow-Status | nofollow, sponsored und ugc markieren Links, denen Google in der Regel nicht folgt |
| Einzigartigkeit | Der zehnte Link von derselben Domain bringt weniger als der erste von einer neuen |
Der Relevanzpunkt lässt sich an einem Beispiel festmachen: Ein Klempner, der einen Link von einer Katzen-Website bekommt und einen von einer Website über Heizungstechnik, hat zwei Links — aber nur einen, der etwas über sein Fachgebiet aussagt.
SISTRIX schlägt für die Bewertung einer möglichen Linkquelle einen einfachen Test vor, den man ohne jedes Werkzeug anwenden kann: Würde ich auf diesen Inhalt verlinken, wenn ich selbst über das Thema schreibe? Dazu kommen die Fragen, ob die Domain im Thema tatsächlich rankt, ob sie überwiegend zu diesem Thema publiziert und ob sie selbst von themenrelevanten Seiten verlinkt wird.
dofollow, nofollow, sponsored, ugc
Google beschreibt in seiner Dokumentation drei Attributwerte, mit denen Websitebetreiber ihre Beziehung zu einem verlinkten Ziel angeben:
rel="sponsored"für Werbung und bezahlte Platzierungen. Das früher üblichenofollowist hier weiterhin zulässig,sponsoredaber die bevorzugte Kennzeichnung.rel="ugc"für nutzergenerierte Inhalte — Kommentare, Forenbeiträge.rel="nofollow", wenn keiner der anderen Werte passt und Google die eigene Website nicht mit dem Ziel verknüpfen soll.
Ein Link ohne rel-Attribut ist der Normalfall; „dofollow" ist kein Attribut, sondern nur ein Wort für dessen Abwesenheit. Wichtig ist Googles Formulierung: Markierten Links folgt Google in der Regel nicht — es ist ein Hinweis, keine Sperre, und die Zielseite kann ohnehin über andere Wege gefunden werden. Und ein Nofollow-Link von einer stark besuchten, relevanten Seite bringt weiterhin Menschen, Bekanntheit und mitunter weitere Links.
Gekaufte Links
Hier ist Googles Position eindeutig und schriftlich fixiert. Die Spamrichtlinien definieren Link-Spam als das Erstellen von Links zu oder von einer Website, hauptsächlich um das Ranking zu manipulieren, und nennen die Fälle beim Namen: Geld gegen Links, Waren oder Dienstleistungen gegen Links, Gratisprodukte gegen Rezensionen mit Link, exzessiver Linktausch, automatisiert erzeugte Links, Links in Verzeichnissen und Lesezeichensammlungen geringer Qualität, gestreute Fußzeilenlinks und Forensignaturen mit optimiertem Ankertext.
Ebenfalls genannt: bezahlte Artikel, Gastbeiträge und Pressemitteilungen mit rankingweitergebenden Links oder optimiertem Ankertext. Das trifft einen großen Teil dessen, was in Deutschland als „Linkaufbau-Paket" verkauft wird.
Der zulässige Weg steht direkt daneben. Google hält ausdrücklich fest, dass Kauf und Verkauf von Links für Werbe- und Sponsoringzwecke ein regulärer Teil der Internetökonomie sind — solange die Links qualifiziert sind, also rel="nofollow" oder rel="sponsored" tragen. Bezahlen ist erlaubt. Bezahlen und die Kennzeichnung weglassen ist der Verstoß.
Wie man Backlinks tatsächlich bekommt
Ohne Kaufversprechen bleiben Wege, die langsamer sind und halten:
- Etwas veröffentlichen, das zitierfähig ist — eigene Daten, eine Auswertung, ein Werkzeug, eine wirklich vollständige Anleitung. Verlinkt wird, was jemandem das Erklären erspart.
- Verzeichnisse und Branchenprofile, die tatsächlich benutzt werden: Kammern, Verbände, Branchenportale, Kartendienste. Nicht als Massenware, sondern als korrekte, konsistente Einträge.
- Digitale PR: Fachbeiträge, Interviews, Vorträge, Kooperationen mit Partnern und Lieferanten.
- Erwähnungen ohne Link nachfassen — die Website wird genannt, aber nicht verlinkt; eine höfliche Nachfrage ist die Arbeit mit der besten Erfolgsquote.
- Kaputte Links reparieren: eine tote Zielseite auf einer fremden Website durch einen eigenen, passenden Inhalt ersetzen.
Was die Kennzahlen nicht sagen
Domain Rating, Domain Authority, Trust Flow: Diese Werte stammen von Werkzeuganbietern, nicht von Google. Sie sind nützlich, um Größenordnungen zu vergleichen, aber sie sind Modelle auf Basis eines eigenen Crawls — und keine Zahl, die im Ranking-Algorithmus vorkommt. Zwei Anbieter bewerten dieselbe Domain regelmäßig unterschiedlich.
Nützlicher als der Punktwert ist die Entwicklung des Profils: Kommen neue verweisende Domains dazu, sind sie thematisch nah, und wachsen sie in einem Tempo, das zur Größe der Website passt? Ein Profil, das in vier Wochen von 20 auf 900 verweisende Domains springt, sieht nicht nach Erfolg aus, sondern nach Einkauf.
So macht es Xerx
Wir verkaufen keinen Linkaufbau — weder Pakete noch monatliche Kontingente. Der Grund ist der Absatz weiter oben: Das meiste, was in diesem Markt angeboten wird, fällt unter Googles Definition von Link-Spam, und wir setzen die Domain unserer Kunden nicht dafür aufs Spiel. Was wir stattdessen tun, gehört zu SEO und organischem Wachstum.
Konkret heißt das dreierlei. Erstens: die Grundlagen zuerst — technische Sauberkeit, Onpage-Optimierung und Inhalte, die überhaupt einen Grund zum Verlinken liefern. Zweitens: die korrekten, konsistenten Einträge dort, wo ein Unternehmen tatsächlich gelistet gehört — Branchenverzeichnisse, Kammern, Kartendienste, Fachportale. Drittens: bestehende Erwähnungen sichtbar machen und nachfassen. Für unsere eigene Website führen wir dieselbe Liste, und wir prüfen vor jedem neuen Eintrag, ob der Link überhaupt gewertet wird.
Ehrlich zur Grenze: Backlinks sind der Teil des SEO, den man am wenigsten kontrolliert. Wir können die Voraussetzungen schaffen und die Gelegenheiten systematisch abarbeiten, aber wir können nicht versprechen, dass eine bestimmte Domain im Quartal verlinkt. Und wir messen den Effekt dort, wo er sichtbar wird — in Impressionen und Positionen in der Search Console —, nicht an einem Punktwert in einem Werkzeug.
FAQ
Wie viele Backlinks braucht eine Website?
Es gibt keine Zahl, und jede genannte Zahl ist geraten. Was zählt, ist die Ausgangslage im eigenen Wettbewerbsumfeld: Wer für eine Suchanfrage ranken will, konkurriert mit den Seiten, die dort heute stehen — deren Linkprofile sind der einzige sinnvolle Maßstab. In wenig umkämpften lokalen Märkten reichen oft eine Handvoll relevanter Erwähnungen; in umkämpften Branchen ist der Abstand zu den Etablierten so groß, dass Links allein ihn nicht schließen.
Sind gekaufte Backlinks erlaubt?
Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie gekennzeichnet sind. Google hält in den Spamrichtlinien fest, dass Kauf und Verkauf von Links für Werbe- und Sponsoringzwecke ein regulärer Teil der Internetökonomie sind — solange das Link-Element rel="nofollow" oder rel="sponsored" trägt. Ohne diese Kennzeichnung ist ein bezahlter Link ein Verstoß gegen die Spamrichtlinien, ebenso wie Linktausch, Links gegen Gratisprodukte und automatisiert erzeugte Links.
Schaden Nofollow-Links?
Nein. Ein nofollow-Link ist kein negatives Signal, sondern nur ein Link, dem Google in der Regel nicht folgt. Er bringt weiterhin Besucher, Sichtbarkeit und häufig Folgeverlinkungen von Menschen, die den Inhalt darüber gefunden haben. Ein natürliches Linkprofil enthält ohnehin beides — eine Website, die ausschließlich gefolgte Links aufweist, sieht künstlicher aus als eine mit gemischtem Profil.