
Individualsoftware Beispiele: 6 Fälle und die Vertragsfragen dahinter
Sechs typische Anwendungen von Individualsoftware im Betrieb und zu jeder die Vertragsfrage, die Sie vor dem Start klären sollten: Quellcode, Abnahme, Gewährleistung.

Wer ein Budget für ein digitales Produkt plant, landet früh bei den Web App Kosten im Vergleich zur Native App. Eine eindeutige Zahl gibt es nicht, denn die Entwicklung ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen Gebühren für die Verteilung, laufender Betrieb und Funktionen, die nur eine der beiden Varianten liefert. Dieser Beitrag sortiert die Posten, damit Sie Angebote auf gleicher Basis vergleichen können.
Die Faustregel lautet: Eine Web App kostet in der Entwicklung meist weniger, weil ein Code auf allen Geräten läuft. Die Computerwoche nennt die Web App die günstigste Variante, weist aber darauf hin, dass sie nur mit Internetverbindung funktioniert. Der Artikel stammt von 2015, und Progressive Web Apps haben dieses Bild seither verändert. Ob der Vorteil bei Ihrem Vorhaben bleibt, hängt von den Posten ab, die die folgenden Abschnitte durchgehen.
Anbieter veröffentlichen sehr unterschiedliche Richtwerte. Code-Lein nennt für eine maßgeschneiderte Web-App in Deutschland typischerweise 15.000 bis über 150.000 Euro. Bluebranch wirbt mit einem Festpreis ab 8.000 Euro, während Devedis für Apps in der Schweiz von 10.000 bis über 100.000 CHF spricht. Bytefront beziffert Progressive Web Apps auf 4.500 bis 35.000 Euro, dazu 200 bis 800 Euro monatlich für Betrieb und Wartung. Das sind Positionierungen einzelner Anbieter, keine Preislisten, und sie beruhen auf unterschiedlichen Annahmen zu Umfang und Qualität.

Auch ältere Zahlen zeigen die Streuung. Der iBusiness Honorarleitfaden, den die Computerwoche 2015 zitierte, nannte für komplexe Apps ein Minimum von 6.000 Euro und ein Maximum von 520.000 Euro. Das Muster ist wichtiger als die Beträge: Der Umfang bestimmt den Preis stärker als die Plattform. Vergleichen Sie deshalb nie eine Web App mit großem Funktionsumfang mit einer nativen App, die nur halb so viel können soll.
Die Entwicklung steht in jedem Angebot. Die folgenden Posten fehlen dagegen häufig, obwohl sie das Gesamtbudget spürbar verschieben.
Native Apps erreichen Nutzer über App Stores, und diese Stores verlangen Gebühren. Laut heise online zu den Store-Gebühren zahlen einzelne Entwickler bei Google einmalig 25 US-Dollar und bei Apple jährlich 99 US-Dollar. Microsoft verlangte bisher einmalig 19 US-Dollar und verzichtet ab Juni 2025 für einzelne Entwickler darauf. Für Unternehmen fallen laut heise offenbar weiterhin 99 oder 75 US-Dollar an.
Die Gebühren sind klein, der Freigabeprozess wiegt schwerer. t3n beschreibt, dass eine Progressive Web App keine Freigabe des Store-Betreibers durchläuft und dass Store-Provisionen entfallen. Bei einer nativen App planen Sie dagegen Prüfzeiten und Richtlinien ein, und je nach Geschäftsmodell können Provisionen hinzukommen. Welche Bedingungen für Ihr Modell gelten, klären Sie in den Vertragsbedingungen des jeweiligen Stores.
Eine Web App aktualisieren Sie an einer Stelle, und alle Nutzer sehen die neue Version sofort. Bei nativen Apps pflegen Sie je Plattform eigene Versionen, reichen Updates über den Store ein und reagieren auf Änderungen der Betriebssysteme. Bytefront rechnet bei Progressive Web Apps mit 200 bis 800 Euro im Monat. Für native Apps sollten Sie den Betriebsaufwand ausdrücklich im Angebot abfragen, denn pauschale Werte gibt es kaum.
| Kostenposten | Web App oder PWA | Native App |
|---|---|---|
| Entwicklung | Ein Code für alle Geräte | Eigene Umsetzung je Plattform, Hybrid-Ansätze senken den Aufwand |
| Verteilung | Aufruf per Link, keine Store-Freigabe | Store-Gebühren und Freigabe nötig |
| Updates | Zentral, sofort bei allen Nutzern | Je Plattform über den Store |
| Gerätefunktionen | Je nach Browser und Betriebssystem eingeschränkt | Voller Zugriff, auf das Gerät abgestimmt |
| Nutzungshürde | Niedrig, kein Download | Höher, Installation erforderlich |
Der Vorteil verschwindet nicht überall gleichmäßig. Die Computerwoche ordnet Spiele, Geschäftsanwendungen, Bildverarbeitung und Banking-Apps als komplexe Apps ein, die ein eigenes Backend und vielschichtige Komponenten brauchen. Genau dieses Backend aus Datenbank, Nutzerkonten und Schnittstellen kostet bei einer Web App ebenso viel wie bei einer nativen App. Gespart wird vor allem an der Oberfläche, kaum an der Logik dahinter.
t3n betont, dass eine Progressive Web App erst mit passenden Backend-Systemen einen Mehrwert liefert, etwa mit Bestell- und Versanddaten aus dem ERP. Bei datenlastigen Produkten bleibt der Sparanteil also klein. Ein zweiter Punkt ist der Offline-Betrieb: t3n berichtete 2018, dass iOS eine Internetverbindung verlangte, während Android PWAs offline betrieb. Prüfen Sie den heutigen Stand mit Ihrem Entwicklungspartner, bevor Sie auf Offline-Funktionen bauen.
Beim Vergleich der Web App Kosten mit denen einer Native App zählt zuerst, wie Ihre Kunden das Produkt nutzen. t3n zitiert Branchenstudien, wonach nur 10 bis 15 Prozent der Kunden eines Einzelhändlers dessen App herunterladen, weil sie unregelmäßig kaufen. Die Empfehlung lautet, ein App-Erlebnis für häufige, treue Kunden zu bauen und allen anderen den Webzugang zu geben. Für Gelegenheitsnutzer, Interessenten und interne Werkzeuge passt meist die Web App. Täglich genutzte Produkte oder solche mit Gerätefunktionen rechtfertigen den Mehraufwand einer nativen App eher.
Dieselbe t3n-Analyse prognostizierte 2018, dass bis 2020 die Hälfte der Consumer-Apps durch Progressive Web Apps ersetzt wird. Das ist eine Vorhersage und kein Marktstand. Sie zeigt eine Richtung, trägt aber keine Budgetplanung.
Manchmal ist die Frage falsch gestellt, weil ein fertiges Webwerkzeug genügt. Eine Übersicht von deutsche-startups.de zu Online-Zeiterfassungs-Tools aus dem Jahr 2013 nennt als Beispiel 5 Euro pro Monat für den ersten Nutzer, jeder weitere kostet extra. Der Betrag ist veraltet, doch die Logik bleibt: Standardtools rechnen pro Nutzer und Monat, eine Eigenentwicklung ist eine Investition mit laufendem Betrieb. Ab welcher Nutzerzahl sich welches Modell lohnt, rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.
Passt Standardsoftware nicht, grenzen Sie zuerst einen MVP mit echtem Minimum ab, statt gleich das Endprodukt zu beauftragen. Konkrete Szenarien zeigen die Beispiele für Individualsoftware im Unternehmen. Für ein erstes Gespräch über eine maßgeschneiderte Lösung bieten Individualsoftware und Web-Apps von Xerx einen Ausgangspunkt. Kosten und Eignung hängen vom Einzelfall ab, deshalb sollten Fachleute Ihr konkretes Vorhaben einschätzen.
Diese Fragen machen aus unterschiedlichen Angeboten vergleichbare Positionen. Beantworten Sie sie schriftlich, bevor Sie Preise nebeneinanderlegen.
Liegen die Antworten vor, wird aus Angeboten zwischen 8.000 und über 150.000 Euro eine Reihe vergleichbarer Positionen. Meist zeigt sich dann, dass nicht die Plattform den Preis treibt, sondern der Umfang. Wer die Web App Kosten im Vergleich zur Native App so aufschlüsselt, entscheidet auf Basis von Nutzung und Betrieb statt nach Bauchgefühl.
Nicht immer. Bei der Oberfläche spart eine Web App, weil ein Code für alle Geräte reicht. Das Backend mit Datenbank, Nutzerkonten und Schnittstellen kostet dagegen bei beiden Varianten ähnlich viel. Bei datenlastigen Produkten bleibt der Unterschied deshalb oft kleiner als erwartet.
Laut heise online zahlen einzelne Entwickler bei Google einmalig 25 US-Dollar und bei Apple jährlich 99 US-Dollar. Microsoft hat seine Gebühr für einzelne Entwickler ab Juni 2025 gestrichen. Für Unternehmen und Provisionen gelten die Bedingungen des jeweiligen Stores, die Sie vorab prüfen sollten.
Bytefront nennt für Progressive Web Apps 200 bis 800 Euro monatlich für Betrieb und Wartung. Der tatsächliche Betrag hängt von Umfang, Hosting und Betreuung ab. Lassen Sie sich die laufenden Kosten deshalb im Angebot getrennt ausweisen.
Eine Native App lohnt sich eher bei täglicher Nutzung, tiefem Zugriff auf Gerätefunktionen oder hohen Ansprüchen an zuverlässiges Verhalten bei komplexen Funktionen. Für Gelegenheitsnutzer und interne Werkzeuge reicht häufig eine Web App.
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Typische Beispiele für Individualsoftware, ein Wertcheck für Ihre Entscheidung und die Frage, wann Standardsoftware oder eine Mischform die bessere Wahl ist.